Vernetzungsplattform zum Thema Flucht

 Ein symbolträchtiges Foto

Innenminister Karl Nehammer (inzwischen Bundeskanzler) und Außenminister Alexander Schallenberg (inzwischen Alt-Bundeskanzler) besichtigen Grenzzäune. Es gab Zeiten, da sahen es Außenminister der ÖVP als ihre Aufgabe, Grenzzäune zu beseitigen.


Fotos: Valda Kalnina
Bernhard J. Holzner

Text: Der Standard

 


»Inzwischen gibt es 70 Grenzmauern auf der Welt – etwa fünfmal so viele wie 1989 als die Berliner Mauer fiel. Während damals der Wille zur Freiheit die Massen begeisterte und die Mauer zum Einsturz brachte, setzt sich heutzutage immer stärker der Wille zur Abschottung durch.

Der Mut von 1989 ist einer Angst vor 2015 gewichen.«

Auszug aus »Europa schafft sich ab« von Erik Marquart



»This is not who we are.«
von Präsident Barack Obama häufig verwendeter Satz

»So sind wir nicht.«
Bundespräsident Alexander van der Bellen, 18.05.2019



Maresi auf Lesbos

Maresi Benedik, Mit-Initiatorin von SSWN, ist seit 16.10.2021 auf Lesbos, um für ein paar Monate mit der „Doro Blancke Flüchtlingshilfe“ zu arbeiten. Diese NGO wird durch ein kleines österreichisches Team getragen und von Volunteers, die selbst geflüchtet sind, wesentlich in ihrer Arbeit unterstützt. Aktuell ist nicht mehr das Lager Kara Tepe in Doros Fokus, sondern Familien, die bereits Asylstatus haben und jetzt in Wohnungen in der Inselhauptstadt Mytilini leben.



Im SSWN-Newsletter berichtet Maresi laufend über verschiedene Aspekte ihrer Arbeit vor Ort:

Spendenkonto der „Doro Blancke Flüchtlingshilfe“: AT93 3842 0000 0002 7516



Europäisches Forum Alpbach


Aktivist_innen von „we4moria“ und „So sind wir nicht“ haben am 24.08.2021 die Eröffnung des Forum Alpbach durch Bundespräsident Alexander van der Bellen, die griechische Staatspräsidentin Katerina Sakellaropoulou und den Tiroler LH Günther Platter dafür genutzt, die Würde Europas symbolisch zu Grabe zu tragen.

Mehr Details können in der Presseaussendung nachgelesen werden.

Zahlreiche Fotos dieser symbolträchtigen Aktion finden sich im Menüpunkt Forum Alpbach. Ein 9-minütiges Video der Aktion ist auf YouTube abrufbar.



Mit Stephanie Krisper nach Lesbos

Nicola Werdenigg, Franz Lamplmair (EU-Beobachter), Nikos Papakos (Camp-Leiter Kara Tepe), Stephanie Krisper, Doro Blancke und Johanna Hackl-Soldan vor dem Lager Kara Tepe 2


SSWN-Mitbegründerin Johanna Hackl-Soldan war Ende Mai mit einer kleinen österreichischen Delegation auf Lesbos. Ihre Eindrücke hat sie in einem kurzen Bericht zusammengefasst.

Im folgenden Video berichtet sie im Rahmen einer „we4moria“-Veranstaltung am Weltflüchtlingstag 2021 am Marktplatz in Innsbruck von ihren Erfahrungen auf dieser Reise und ihren Einsichten in das Flüchtlingslager Kara Tepe 2:

 


Der Barfußwanderer

Am 06.06.2021 hat Harald Purkart in Meiningen, der westlichsten Gemeinde Österreichs, seine Wanderung gestartet, die ihn in etwa einem Monat barfuß bis nach Wien geführt hat. Er hat Gleichgesinnte dazu eingeladen, einen Teil des Weges mitzugehen, „um Solidarität für die Menschen auf der Flucht und in den Lagern Griechenlands, Italiens und Bosniens zu bekunden“.


13.06.2021 Auf Etappe 8 zwischen Innsbruck und Gnadenwald,
im Hintergrund
Harald Purkart (barfuß und mit Hut)


 

Harald hat die 785 Kilometer bis Wien in 31 Tagen bzw. 170 Stunden reiner Gehzeit geschafft. Nach 1,2 Millionen barfuß zurückgelegten Schritten ist er am 08.07.2021 am Platz der Menschenrechte angekommen. Kurze Berichte sind z.B. im ARD-Weltspiegel und im ZackZack erschienen.

Aufgrund des Corona-Clusters im Untersuchungsausschuss hat die geplante Pressekonferenz mit NR-Abg. Stephanie Krisper abgesagt werden müssen, und auch der Empfang im Parlament hat leider nur in reduzierter Form stattfinden können – NR-Abg. Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne) hat ein knapp einstündiges Gespräch mit Harald geführt.


Menschen, NGOs und andere Organisationen in Tirol und darüber hinaus, die für Werte wie Menschlichkeit und Solidarität einstehen, bilden eine Vernetzungsplattform zum Thema Flucht mit folgenden Anliegen:

  • Bewusstseinsbildung über politische und ideologische Grenzen hinweg
  • Schaffen einer Gegenöffentlichkeit durch Medienkontakte und Öffentlichkeitsarbeit
  • Planung und Durchführung konkreter Aktionen

Konkret ist das vordringlichste Anliegen der Plattform, die prekäre Situation in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln zu verbessern. Unser Ziel ist es, dass sich die österreichische Bundesregierung an der Aufnahme von Menschen aus diesen Lagern beteiligt.

Wir laden alle an dieser Idee interessierten Einzelpersonen und Gruppen ein, sich unserer Plattform anzuschließen bzw. uns Termine und andere Informationen zur Veröffentlichung auf dieser Website zukommen zu lassen. Bitte dafür einfach das Kontaktformular verwenden.



Gina Disobey gewinnt mit Seeking Asylum Is Not A Crime den PSC 2021

Der Song thematisiert den Hungerstreik von Asylwerber_innen gegen die unmenschlichen Bedingungen im umstrittenen Tiroler Rückkehrzentrum Bürglkopf.

Die Zitate stammen aus Interviews, die Gina mit Geflüchteten selbst geführt hat.