Vernetzungsplattform zum Thema Flucht

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01.04.2026


I.
asyl aktuell“, die Zeitschrift unserer Partnerorganisation asylkoordination österreich, erscheint – nach 35 Jahren – jetzt auch online. Die Printausgabe gibt es nach wie vor, sie kann abonniert werden (verbunden mit einem Vollzugang zur Online-Ausgabe). Online gibt es jetzt auch Artikel zwischen den Printausgaben („News“). Da natürlich auch das Erstellen der Online-Ausgabe kostenaufwändig ist, ist die asylkoordination weiterhin von Abos, Mitgliedschaften und Spenden abhängig.
In der aktuellen Ausgabe vom Februar 2026 finden sich – neben interessanten Reportagen, Interviews und Kommentaren – unter der Rubrik Kurzmeldungen einige besorgniserregende Berichte aus verschiedenen EU-Ländern.


II.
Doro Blancke, die seit sechs Jahren im Rahmen der gleichnamigen NGO engagiert auf Lesbos arbeitet, liefert uns immer wieder authentische Informationen direkt von der EU-Außengrenze. Dieses Mal beziehen sich ihre Infos auf Griechenland, Österreich und Norwegen:
In einem KURIER-Interview mit dem Titel „Wiens Sozialsystem ist Treibstoff für illegale Migration“ haben Notis Mitarachi, ehemaliger Asyl-Minister Griechenlands, und Markus Figl, Wiener ÖVP-Chef, haarsträubende Aussagen von sich gegeben. Doro hat sich die Mühe gemacht, dieses Interview akribisch zu analysieren und zu kritisieren. Im Anhang findet sich diese fundierte Darstellung in PDF-Form, sie inkludiert den Original-Text aus dem KURIER und umfasst insgesamt 22 Seiten.
Der norwegische Menschenrechtsaktivist Tommy Olsen wurde auf Antrag Griechenlands in Norwegen verhaftet. Doro fordert die norwegischen Behörden auf, Tommy Olsen nicht an Griechenland auszuliefern, was – unseren Informationen zufolge – bis dato auch (noch) nicht geschehen ist.
Noch etwas in Bezug auf Doro: Theresa Kurnoth, Mitarbeiterin unserer Partnerorganisation Plattform Asyl, hat zwei Monate lang als Volunteer bei der Flüchtlingshilfe Doro Blancke gearbeitet und schreibt in ihrem fünfteiligen Bericht „Stacheldrahtorangen“ über ihre Erfahrungen, Gefühle, Begegnungen und Erlebnisse während ihrer Zeit auf Lesbos. Diese spannende Dokumentation kann auf der Webseite der Plattform Asyl nachgelesen werden.


III.
Auch unsere Partnerorganisation Karawane der Menschlichkeit wird sich im Mai auf den Weg nach Lesbos und von dort weiter nach Ägypten machen, und bittet um Geld- und Sachspenden für diesen Zweck. Alle Details – auch die benötigten Hilfsgüter und die Sammelstellen, an denen bis 20.04.2026 abgegeben werden kann – sind auf der KdM-Webseite zu finden.


IV.
Der Freundeskreis SisAL, der sich für Verständnis und Respekt zwischen geflüchteten Menschen und der Bevölkerung in den Tiroler Gemeinden Sistrans, Aldrans und Lans einsetzt, feiert sein 10-jähriges Bestehen in Form einer Veranstaltungsreihe, die im April starten und erst zum Jahreswechsel enden wird.


Anhänge:

Fakten_InterviewKurier16.3.26_Figl_Mitarachi.pdf